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Aignerhaus

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AIGNERHAUS
Agergasse 9
Am 20. Juni 1999 wurde das Aignerhaus eröffnet.


Aignerhaus mit Troadkasten

 
Aignerhaus mit Hausgarten und Stadl

Das Mittertenn-Einhaus

"Häuser" des bäuerlichen Bedarfes im Attergau, also im ländlichen Gebiet, weisen uns zu den Anfängen der bäuerlichen Landwirtschaftsstrukturen. Das Dach über dem Erdloch ist wohl der Beginn der Wohnstruktur und Tierhaltung in unserem Gebiet. Keltische und römische Besiedlungen treffen aneinander, nach der bairischen Landnahme entstanden in der mittelalterlichen Rodungszeit die typischen Siedlungsformen. Die einfachste Entwicklung der Errichtung eines quadratischen Baues aus Holz ist nahe liegend in diesem holzreichen Rodungsgebiet. Es entstand sehr früh das Einhaus. Alles praktisch unter einem Dach, Tier und Mensch das sogenannte Wohnstallhaus. Heim - und Arbeitsstätte sind im bäuerlichen Leben eins. Zwei Formen in der Entstehungszeit zeigen das Einhaus als Urform und der Zwiehof als Vielhaus-Streuhof mit kleinen Bauten für jede Tätigkeit, die weiteren Haus - und Hofformen entwickelten sich daraus.

 

 

 

 

 

Schema des Grundplanes

 

Ein Beispiel für das Mittertenn - Einhaus im Westsalzkammergut und Attergau ist unser Aignerhaus in der Agergasse. Es ist ein der Landschaft und der Bewirtschaftungsart gut angelegtes und angepasstes "Haus" mit einer flachen Dachneigung. Das Gebiet westlich des Hausruckes und Attersees war besonders durch die silbergrauen flachgeneigten Legschindel-Pfettendächer geprägt. Die Altform des Einhauses war das Rauchhaus, in dem ohne Schornstein der Rauch frei von der offenen Feuerstelle durch das Dach abzog.

Haus deshalb weil es einfach Kriterien gab für die Größe der Landwirtschaft, folgende Bezeichnungen geben Auskunft so z.B.: Haus, Sölde, Hofstatt, Bauernhof, Großbauer.

Das Haus: es hat ca. 0,25 - 2,00 ha Nutzland, Kleintierhaltung oder höchstens 2 Stück Großvieh. An der Größe des Stalles im Aignerhaus erkennt man, dass nie viel mehr Vieh im Stall stand. Kleinlandwirtschaften im Einhausbereich sind giebelseitig angeordnet: Wohntrakt, Tenne, Stall und Vorratsplatz.
Am östlichen Wohnteilgiebel ist ein ca. 2m breites Vordach mit Schrotgang (Balkon). Der Westgiebel hat einen sehr schmalen oder gar keinen Vorsprung. Er gehört zu dem typischen Bild des Mittertennhauses. Durch die in der Giebelmitte liegenden Tür kommt man in den Flur (ins "Haus" oder "Rauchhaus") eine Verbindungstür führt von da in die Stube, eine in die Tenne und ein Durchgang führt im Aignerhaus ins kleine Stüberl, ins Freie und eine Stiege führt in das Obergeschoss zu den Schlafkammern. Charakteristisch ist, dass die Häuser des Alpenrandes (zwischen Traun und Salzach) ihre Haustüren in der Giebelfront haben. Ein sehr ausgewogenes Hausbild schaut auf den Eintretenden. Im Aignerhaus ist der Heubergeraum ein Ständerbau, der Stall und der Wohnteil sowie der Kamin sind gemauert mit Steinen; Ziegeln, Mörtel, Tonscherben und Schlacken sind in den Fugen sichtbar. Man hat nicht für sich gebaut, sondern für die nächsten Generationen, der Besitzer war eigentlich Verwalter.
















 

 


Zeichenprogramm mit Kindern

 

 

 
Gäste im Aignerhaus 
 

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Zuletzt geändert am 20.11.2015

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